Anarchie in Bayern
Junge Leute machen Revolution und erklären Bayern zur SAB, zur Sozialistischen Anarchie Bayern. Nachdem das Land eine Weile Anarchie war, wird das militärisch nicht geschützte Bayern okkupiert. Doch was entsteht, ist kein befreites Paradies, sondern ein konfliktreiches Nebeneinander alter Denkweisen und neuer Ordnungen. Zwischen absurden Figuren, grellen Szenen und musikalischen Elementen prallen Ideologien aufeinander.
In Form einer Revue reiht das Stück Momentaufnahmen einer scheiternden Utopie aneinander. Mit scharfem Witz, bewusster Überzeichnung und schonungsloser Direktheit wird die Idee der Befreiung selbst hinterfragt und zugleich die Gesellschaft, die sie hervorzubringen versucht. Was passiert, wenn die Revolution schneller ist als das Bewusstsein der Menschen?
Mikheil Charkviani lebte und arbeitete lange in Tbilissi, Georgien. Er ist Theaterregisseur, Bühnenbildner und Übersetzer sowie Gründer und Kurator von „Open Space“, einem Zentrum für performative und visuelle Kunst. Als aktives Mitglied der Protestbewegung musste er Georgien 2024 verlassen. Charkviani untersucht „Anarchie in Bayern“, uraufgeführt 1969 im Werkraumtheater der Münchner Kammerspiele, mit dem Abschlussjahrgang der Otto Falckenberg Schule für die Gegenwart.
Quelle: Veranstalter
Theaterkasse, Tel. 2 33-9 66 00 (Mo-Fr 10.00-18.00 Uhr, Sa 10.00-13.00 Uhr, So/ Fei geschlossen), Kartenansage: Tel. 2 33-9 66 01
Tickets online kaufenFalckenbergstr. 1, 80539 München
www.muenchner-kammerspiele.de
Rubrik Theater, Ballett, Oper | Theater anzeigen