Bach.Talk & Film
Bernhard Neuhoff (BR-Klassik) im Gespräch mit den Bach-Spezialisten Rudolf Lutz (Bachstiftung St. Gallen), Hansjörg Albrecht (CPE.Bach.Akademie.Hamburg) und einem besonderen Überraschungsgast.
Anschließend Vorführung des Dokumentarfilms von Prof. Tobias Richter (ehemaliger Intendant der Opernhäuser Düsseldorf & Genf und aktuell Präsident der Géza-Anda-Stiftung Zürich) über seinen Vater Karl Richter.
Bernhard Neuhoff, der als Redaktionsleiter, Autor und Moderator bei BR‑Klassik intellektuell, meinungsstark und zugleich hörernah über Oper, Kulturpolitik und klassische Musik reflektiert, beleuchtet mit seinen Gästen die Bedeutung Karl Richters vor allem für die weltweite Bach-Entdeckung von 1949 bis zu Richters überraschend frühem Tod 1981.
Radikale Veränderungen sind oft Reaktionen auf bisher bestehendes: Richters Bedeutung für die Entwicklung der Alte-Musik-Bewegung kann deshalb nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn die führenden Interpreten der nachfolgenden 30 Jahre, wie Harnoncourt, Gardiner, Herreweghe, Kopmann und Suzuki haben durch Richters Aufnahmen die universale Welt Bachs kennengelernt - sich aber großteils komplett von ihr distanziert, um eigene Wege zu gehen.
Das berühmte expressive Senden mit dem Herzen, welches Richter zeitlebens als Vision für sich und seine Art zu musizieren sah, wich in den ersten Entwicklungsschritten der Historischen Aufführungspraxis einem zum Teil unterkühlten "es unbedingt immer richtig machen wollen". Heute, nach über 45 Jahren, finden im sich erneuerten Sinne eines expressiven Musizierens beide Welten nun nach und nach zusammen. Vielleicht ist das ja auch ein Grund für die anhaltende Popularität und eine Neuentdeckung des "Phänomens" Karl Richter.
Quelle: Veranstalter
Eintritt frei
Gabelsbergerstr. 6, 80333 München
Öffnungszeiten:
» Mo-Sa 10.00-17.00 Uhr
» So 12.30-17.00 Uhr
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