Die gelbe Tapete
1892 in den USA: Eine junge Frau leidet nach der Geburt ihres Kindes unter postnataler Depression. Ihr überfürsorglicher Ehemann ist Arzt und unterzieht sie nach Konsultationen mit Kollegen einer besonderen „Kur“: Aufenthalt auf dem Land, völlige Ruhe, Verbot jeglicher intellektueller Betätigung und Nahrungsaufnahme in großen Mengen. Nur ihrem heimlich geführten Tagebuch kann die Frau ihre Gedanken anvertrauen. Eingesperrt und von einer Schwester betreut, starrt sie täglich stundenlang auf die gelbe Tapete in ihrem Krankenzimmer. Und je länger sich ihr Blick in deren seltsame Muster verstrickt, desto mehr fühlt sie sich selbst beobachtet. Immer drängender werden ihre Fantasien; und immer größer wird ihre Überzeugung, dass hinter der Tapete etwas Lebendiges wohnt – ein Wesen, das mit ihr Kontakt aufnehmen will!
Mit ihrer 1892 erschienenen Erzählung „Die gelbe Tapete“ schuf Charlotte Perkins Gilman in der Nachfolge von Edgar Allan Poe eine packende, atmosphärisch dichte, vielschichtige Horrorgeschichte.
Quelle: Veranstalter
Am Einlaß 2a, 80469 München
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