Die Nacht berührt die Erde - Fritz Winters Kosmos der 1930er und 40er Jahre
Wie gehen Zeitzeugenschaft und künstlerische Abstraktion in Zeiten von Diktatur und Krieg zusammen? Auf Basis des neu zugänglichen Nachlasses wird eine zentrale Werkphase von Fritz Winter anlässlich seines 50. Todesjahres neu erzählt. Ausgebildet bei Klee und Kandinsky am Bauhaus in Dessau, fand Winter ab 1933 keine Ausstellungsmöglichkeiten mehr in Deutschland. Ab 1937 galt seine Kunst als entartet. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Soldat an der Ostfront, vornehmlich in Rumänien und in der Ukraine. In seiner an Naturphänomenen orientierten, weitgehend ungegenständlichen Kunst fand er kraftvolle und berührende Ausdrucksformen für das „Zeitschicksal“. In zunehmender künstlerischer Isolation entstanden Zellen- und Sternbilder, Kristallisationen und expressiv-surreale Landschaften. Seine Erfahrungen als Soldat verarbeitete er in hunderten von Zeichnungen, in denen er sich auch mit der menschlichen Vernichtungsmaschinerie und der Zerstörung von Lebens-räumen auseinandersetzte. 1944 entstand die berühmte Werkgruppe der „Triebkräfte der Erde“ – eine Feier der elementaren Kräfte und Gesetzmäßigkeiten der Natur, die als Metapher für die Überwindung des Nationalsozialismus gelesen wurde.
Quelle: Veranstalter
📍 Barer Str. 40, 80333 München
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Öffnungszeiten:
▪️ Di-So & Fei 10.00-18.00 Uhr
▪️ Do 10.00-20.00 Uhr
❌ Geschlossen:
▪️ Faschingsdienstag
▪️ Tag der Arbeit (1. Mai)
▪️ Heilig Abend (24. Dezember)
▪️ 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember)
▪️ Silvester (31. Dezember)
🎫 Eintrittspreise:
▪️ Erwachsene 10 €
▪️ Ermäßigt 7 €
▪️ Sonntag 1 €
▪️ Kinder & Jugendliche (bis 18 J.) frei
▪️ Tageskarte 12 €*
* Alte Pinakothek, Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst & Sammlung Schack
🚌 Anfahrt (MVV & MVG):
▪️ Tram 27 & 28, Bus 58, 68 & 100: Pinakotheken
▪️ U-Bahn U2 & U8: Königsplatz
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