Ein Weihnachtsoratorium
Mit seinen beliebten „Ceremony of Carols“ erzählt uns der Komponist Benjamin Britten die Weihnachtsgeschichte auf eine ganz besondere Weise. Er schrieb sie mitten im 2. Weltkrieg in einer für ihn sehr bedrohlichen Situation, und dennoch – oder gerade deshalb – klingen sie ganz besonders friedlich, liebevoll, freudenreich. Dazu passt, dass das zentrale und einzige Instrument der Vertonung ein betont zartes, inniges und damit weihnachtliches ist: die Harfe. Sie musiziert mit den Frauenstimmen der Bergson Voices, die in mittelalterlichem Englisch singen werden. Der Satz „This Little Babe“ bricht bewusst mit dem Weihnachtsfrieden. Im Kontrast zum neugeborenen Jesuskind jagen Chor und Harfe in atemberaubendem Tempo durch Kanons – eher musikalischer Hochleistungssport als stille Weihnacht. Britten zeigt uns hier Christus als Kämpfer, der gegen das Böse in den Krieg zieht. Ebenso bemerkenswert ist der Satz „Spring Carol“, also ein Frühlingslied im Weihnachtswunder. Auch hier deutet Britten theologisch, indem er uns klarmacht, dass in der Geburt Jesu ein Neuanfang liegt, er uns die Chance bietet, das Alte, Schlechte hinter uns zu lassen und frohen Mutes in die Zukunft zu gehen.
Ergänzt wird dieses Weihnachtsoratorium von ausgewählten Liedern. Die Sopranistin Judith Spießer, international gefeiert u. a. für ihre Paraderolle „Königin der Nacht“ in Mozarts „Zauberflöte“ und lustigerweise geboren in Gräfelfing, wird Pretiosen der Literatur singen, beispielsweise das „Ave Maria“ von Bach/Gounod, „Stille Nacht“, Weihnachtlieder von Peter Cornelius und das durch Startenöre wie Plácido Domingo oder Jonas Kaufmann weltberühmt gewordene „O Holy Night“.
Karten: www.bergson.com
Am Bergson Kunstkraftwerk 2, 81245 München
bergson.com
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Ausstellungen:
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