Königin(nen)
Die Bayerische Staatsoper spannt in ihrer Beschäftigung mit den beiden Herrscherinnen Mary Stuart und Elizabeth Tudor einen programmatischen Bogen: Nach der Uraufführung von Brett Deans Oper Of One Blood im Nationaltheaterund Techno Queen von Francesco Micheli bei Brainlab in der vergangenen Spielzeit wird nun der Königssaal in den Foyers des Nationaltheaters zum Königinnensaal: Die Münchner Regisseurin und Performerin Lulu Obermayer widmet sich mit Königin(nen) im November 2026, wenige Wochen vor der Premiere von Gaetano Donizettis Maria Stuarda, der (De-)Konstruktion der königlichen Familie. In den letzten Jahren hat sie sich in ihren Projekten bereits intensiv mit weiblichen Opernheldinnen auseinandergesetzt, so in Manon Lescaut, Tosca und The Girl(s) of The Golden West (nach Giacomo Puccinis La fanciulla del West)sowie zuletzt mit Lulu. In ihrer Arbeit geht es ihr darum, dominante Erzählstränge zu transformieren und unsichtbar gemachte Perspektiven ans Licht zu bringen. Jetztstehen Rollenbilder, Machtstrukturen und Repräsentationsrituale im Kontext der europäischen Kulturgeschichte im Fokus. Lulu Obermayer sieht in Mary Stuart und Elizabeth Tudor nicht nur historische Persönlichkeiten, sondern auch kulturelle Projektionsflächen, die bis heute gesellschaftliche Konflikte wie Kulturkampf, Polarisierung und politische Rivalität widerspiegeln. Der Komponist Roman Lemberg entwickelt hierfür eine Klangcollage aus historischem Material und zeitgenössischen Kompositionen.
Quelle: Veranstalter
Theaterkasse, Marstallplatz 5, Tel. 21 85-19 20
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2, 80539 München
www.staatsoper.de
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Theaterkasse:
» Mo-Sa 10.00-19.00 Uhr
Rubrik Theater, Ballett, Oper | Ballett anzeigen