Oft wollte ich weglaufen, nie habe ich es getan.
Premiere
„Wie lebt man weiter, wenn man sterben sollte?“ Diese Frage zieht sich als Linie durch das Werk von Grete Weil (1906–1999). Schriftstellerin, Fotografin, Überlebende – ihre Literatur ringt um Erinnerung und um eine Sprache, die dem Verlust standhält. Ihr Mann, Edgar Weil, Dramaturg der Kammerspiele, wurde 1933 verhaftet; das Paar floh nach Amsterdam. 1941 wurde Edgar Weil deportiert und ermordet, Grete Weil überlebte im Versteck. Ihr Schreiben bleibt im Gespräch mit ihm und versucht, Abwesenheit in Gegenwart zu verwandeln. Die szenische Lesung im Werkraum lässt Texte und biografische Zeugnisse Grete Weils zu Wort kommen: Die Stimme einer Frau, die Zeugnis ablegte und dabei nie aufhörte, zu zweifeln, zu fragen, sich einzumischen. Sie schreibt von Liebe und Schuld, von Scham und Würde, von der Müdigkeit und der Möglichkeit des Weiterlebens in einer zerstörten Welt.
Quelle: Veranstalter
Theaterkasse, Tel. 2 33-9 66 00 (Mo-Fr 10.00-18.00 Uhr, Sa 10.00-13.00 Uhr, So/ Fei geschlossen), Kartenansage: Tel. 2 33-9 66 01
Tickets online kaufenHildegardstr. 1, 80539 München
www.muenchner-kammerspiele.de
Rubrik Theater, Ballett, Oper | Theater anzeigen