Wie im Himmel - Für Kirche, Konzertsaal und Gott
Die H-Moll-Messe BWV 232 ist Bachs letztes großes Vokalwerk und gilt oft als "Opus Summum" seines geistlichen Schaffens. Bach stellte die Messe gegen Ende seines Lebens aus bereits früher komponierten Teilen zusammen, insbesondere aus der Missa brevis (Kyrie und Gloria) von 1733 und aus Kantatensätzen, die er parodistisch neu textierte. Das Werk umfasst das komplette Messordinarium (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei) und sprengt mit seiner Dauer von deutlich über zwei Stunden jeden üblichen liturgischen Rahmen, sodass es eher als monumentales Konzert- und Bekenntniswerk zu verstehen ist. Stilistisch bündelt Bach in der H-Moll-Messe nahezu sein ganzes kompositorisches Spektrum: vom "stile antico" der strengen Polyphonie über prunkvolle und mit Trompeten & Pauken umrahmte Jubelchöre bis zu hoch virtuosen Arien mit obligaten Soloinstrumenten. Damit wird das Werk häufig als musikalische Summe seines Glaubens und seiner Kunst gelesen – eine Art „geistliche Gesamtschau“, in der lutherische Frömmigkeit und die Form der katholischen "großen Messe" auf komplexe Weise zusammengedacht sind.
Quelle: Veranstalter
Eintritt frei
Gabelsbergerstr. 6, 80333 München
Öffnungszeiten:
» Mo-Sa 10.00-17.00 Uhr
» So 12.30-17.00 Uhr
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